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TURBOBIER live @ GEI Musikclub Timelkam

 

Im Journalismus sollte und muss man immer eine gewisse Objektivität verfolgen. Zumindest steht es so geschrieben, dass die Wahrheit meist eine andere ist, davon können viele Kollegen und wir ein Lied singen. Alles andere wäre gelogen. Es gibt einfach Bands da draußen, die einen sofort mitreißen und das aus den verschiedensten Gründen. 

 

Eine dieser Bands beehrte letzten Freitag den legendären GEI Musikclub, gelegen in Timelkam, Oberösterreich. TURBOBIER rockten den Club um sicher zu gehen, dass auch im Westen Österreichs der Absatz des Getränks, das aus Hopfen und Malz besteht, weiter nach oben geht. Die Anfang des Jahres gegründete Wiener Combo hat einen ziemlich kometenhaften Aufstieg hinter sich, zumindest für österreichische Verhältnisse. In unserer Redaktion ist uns keine andere Band bekannt, die von Anfang an so eine Steilkurve in Richtung oben nahm und bis jetzt nicht dabei gestolpert ist. Aber warum auch, das Rezept funktioniert. Sauber gespielter Punk Rock trifft auf Mundart Texte die frech, provokant und einfach frei von jeglicher Moral und Sinn ist. 

 

Eröffnet wurde der Abend von der Salzkammergut-Combo KAISERSCHMOARN. Das Trio spielte ein solides Punk Set mit OI! Einflüssen und hatte sichtlich Spaß dabei, den Abend für die Wiener zu eröffnen. Dort und da könnte man noch etwas an der technischen Schraube drehen und vielleicht den einen oder anderen Song noch weiter ausarbeiten, aber das sind Umstände, die sich mit der Zeit geben werden. Der Spaß steht im Vordergrund, und den hatten die Jungs mächtigst, wie auch einige Besucher vor der Bühne.

 

 

Nach einer kurzen Umbaupause erklang die hochoffizielle umgeschriebene österreichische Bundeshymne, die nochmal klar machte, wohin die Reise die nächste Stunde gehen wird. Bier, Weib und Gesang sind das Motto und TURBOBIER liefern den Soundtrack dazu. Es stimmte alles. Angefangen von der Bühnenpräsenz bis zur Singauswahl und selbst dem Sound legten TURBOBIER eine Show aufs Brett, die sich sehen und vor allem hören lassen konnte. Wie schon manche Kollegen aus Wien feststellten, ist eine Show der Jungs ein Phänomen für sich. Ob witzige Ansagen zwischen den Songs, Interaktion mit dem Publikum oder das musikalische Ausleben einer Scheiss draufMentalität, TURBOBIER machten keine Abstriche. Floschnpfond, Fusbolplotz,I hob an Kodaoder Notstondshüfe, die Songs gehen ins Ohr, machen Spaß und laden zum Tanzen und ordentlich pogen ein. Was auch vom Publikum im GEI ordentlich zelebriert wird. Zum Schluss des Sets erklang noch die Helene Fischer Parodie Arbeitslosund ein feines Cover des Kassierer Songs Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist‘.

 

Eine fette Show, genügend Gerstensaft, ein komplett gefülltes GEI und eine ausgelassene Crowd wie schon lange nicht mehr. Musikliebhaber Herz was willst du mehr? Bleibt nur zu hoffen, dass die Reise von TURBOBIER weiter so gut verläuft. Da kommt noch einiges auf die österreichische Musik- und Brauwelt zu, definitiv.

 

Gütl Chris 

 

TURBOBIER

GEI Musikclub

Punk Rock | Hard Rock | 16.11.2014 |

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