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TRIVIUM @ SimmCity

Am 30.03.2018 ereignete sich in der komplett ausverkauften SimmCity ein vorösterliches Spektakel der ganz besonderen Art. TRIVIUM beehrte Wien nach langer Abwesenheit mit ihrem nunmehr achten Album namens "The Sin and the Sentence", welches ihren Release bereits im Oktober 2017 feierte. Mit dabei waren auch VENOM PRISON aus England und die Texaner POWER TRIP.

 

Als Opener des Abends gab sich die Death Metal Band VENOM PRISON die Ehre. Ohne große Worte ging es gleich ans Eingemachte. In durchgängiger Härte wärmten sie die Trommelfelle der Besucher auf. Frontsängerin Larissa Stupar heizte dem Publikum ordentlich mit ihrer wilden Bühnenperformance ein. Nicht nur musikalisch, sondern auch thematisch geht es in die Extreme. Texte und Alben setzen sich mit der Rape-Culture und Sexismus in unserer Gesellschaft auseinander und verleihen dieser Bewegung eine Gegenstimme.

 

Mit POWER TRIP aus der Crossover-Thrash-Metal Ecke ging es beherzt weiter. Eine gute Mischung aus Titeln ihrer aktuellen Platte "Nightmare Logic“ und den Dauerbrennern "Manifest Decimation" und "Power Trip" füllte die Halle. Die relativ junge Band treibt seit 2008 ihr Unwesen und es sieht nicht so aus als würden sie so schnell damit aufhören. Musikalisch erfinden sie das Rad zwar nicht neu, jedoch präsentieren sie soliden Thrash-Metal mit Hardcore Einflüssen, der sich auch vor den großen Jungs nicht zu verstecken braucht. Headbanger kamen hier voll auf ihre Kosten, schnelle Songs wie "Manifest Decimation" sorgten für die ersten ernstzunehmenden Circle- und Moshpits. Zwischendurch hielt Sänger Riley Gale das Mikro in die Menge, textsicher grölten die Fans mit. Spätestens mit "Executioner’s Tax" holten die Südstaatler alles aus den Fans raus. Die mentale Vorbereitung für den Headliner war perfekt.

 

Der dritte Teil des Abends wurde mit "Run to the Hills" als Intro eingeleitet, gleich gefolgt von dem ersten Track ihrer gleichnamigen Platte "The Sin and the Sentence". Neben den neuen Songs durften sich auch Fans der ersten Stunde an älteren Klassikern wie "Throes of Perdition" und "Becoming the Dragon" erfreuen. TRIVIUM war technisch und akustisch sehr überzeugend. Daneben wurden zur Freude der Fans auch einige Gitarren-Solos und -Duetts zum Besten gegeben. Alex Bent, der seit Anfang 2017 am Schlagzeug sitzt, gab den Takt vor und scheint das Quartett gut zu vervollständigen. Nach dem von vielen Fans eher schwach aufgenommenen Album "Silence in the Snow" erobern die Amerikaner mit diesem Werk erneut die Herzen ihrer Anhänger. Ein großer Abend verdient einen großen Abschied und so wurden die Zugabe-Rufe am Ende mit dem Bestseller "In Waves" belohnt.

 

Summa summarum war der Abend ein voller Erfolg, sowohl für das neue Album, als auch für jene Fans die nach dem letzten Album ins Zweifeln geraten waren. Geräuschpegel und Muskelkater im Stiernacken sprechen für sich. In diesem Sinne, weitermachen!

Metal | 01.04.2018 |

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