Live Reports

Headerbild

SABATON - Gasometer Wien

Auf ihrer Tour haben SABATON ihr neues Album "Heroes" mit dabei und so sind sie unter dem Titel "Sabaton - Heroes On Tour" unterwegs. Als Support hatten sich die Schweden einerseits die Melodic/Symphonic Metaller DELAIN aus den Niederlanden und zum anderen die Heavy Metal Finnen BATTLE BEAST ausgesucht. Nach einigen Shows in Deutschland war es am Freitag, 06.02.2015 dann im Gasometer Wien so weit. 

 

Mit Frauenpower startete der Abend in der von Anfang an gut gefüllten Venue. Die female fronted Heavy Metal Band aus Finnland, BEATTLE BEAST, versetzten die Fans mit ihrem staight forward 80er Jahre Sound in die passende Stimmung und so fing das Konzert erfreulicher Weise gleich auf hohem Niveau und energiegeladen an. Lässige Riffs und Gitarren Soli, wie sie neben anderen Alben auch auf der neusten Scheibe "Unholy Savior" (2015) zu hören sind, wurden da kredenzt. 

 

Gab es also erst noch Heavy Metal, erinnerten DELAIN doch eher an WITHIN TEMPTATION mit ihren Synth Sounds. Dies verwundert natürlich kaum, da ja Martijn Westerholt die Band gründete und davor bei WITHIN TEMPTATION Keyboard spielte. Eine stilistisch interessante Spannungskurve zwischen BATTLE BEAST und SABATON hatte man sich also für die Tour im Vorfeld überlegt und so wurde man daran erinnert, dass BATTLE BEAST im Jahr 2012 als Support von NIGHTWISH auf Tour waren. Die Growl Einlagen des Bassisten waren eine feine Abwechslung zur ebenfalls gut klingenden klassischen Stimme der Sängerin. 

 

Kaum auf der Bühne angekommen machten mit voller Power SABATON sensationelle Stimmung und sofort waren alle Hände in der Luft und mitgesungen wurde sowieso. Die Motivation auf der Bühne steckten das Publikum an, zwar wurde weder ein Moshpit gestartet noch gab es sehr viele fliegende Haare der Zuhörer zu beobachten, doch dafür schien tatsächlich der ganze Saal hüpfend, wackelnd, gröhlend und mit den Armen in der Luft abzufeiern. Auch einige Stagediver waren unterwegs. 

 

Nach "Soldier of 3 Armies" wurden schon die ersten traditionellen Rufe laut, Joakim Brodén solle "noch ein Bier" trinken.  So wie man es sich als Fan wünscht, meinte er, möchten SABATON Alles geben und ein gutes Konzert spielen. Auch interessant, dass in anderen Ländern „Sabaton“, „Zugabe“ oder verschiedene Songtitel vom Publikum in Richtung Bühne gerufen werden und in Österreich immer wieder „noch ein Bier“ zu hören war. Das fiel auch Joakim auf, der lachend meinte, man hätte ihm ja gleich sagen können, dass er zwei Bier trinken soll. Die Menge erkannte sofort, was zu tun war und schrie „noch 2 Bier“. 

 

 

Eine weitere lieb gewonnene Tradition der SABATON Konzerte kam nach "The Art of War" an die Reihe: Joakim spielt Gitarre bei "Resist and Bite", nachdem das Gitarren Battle ausgetragen wurde. Da folgen Kommentare wie „Ach, das hab ich doch schon als Kind gespielt“ und natürlich wollten es sich die Jungs gegenseitig beweisen, nach dem Motto „wer kann schneller spielen und wer hat welche Technik drauf“. Zum "Master Of Puppets"-Cover fragte Joakim scherzend "Mögt ihr Metallica? Was macht ihr denn dann auf einem Sabaton Konzert stattdessen?". 

 

Auf vielfachen Publikumswunsch wurde auch "Swedish Pagans" gespielt. Nachdem Joakim meinte, dass der Song gar nicht auf der Setlist wäre, wurde diese ganz einfach  zerrissen. Sportlich wie immer nutzte Joakim die gesamte Bühne und hielt auch immer wieder das Mikrofon ins Publikum. Sehr zur Überraschung von SABATON wünschte sich die Mehrheit bei der Publikumswahl ein Lied in der Landessprache der Band und so setzte sich die schwedische Version von "A lifetime of War" gegen „Carolean's Prayer“ durch. Begeistert wogten die Arme des Publikums im ganzen Saal von Seite zu Seite beim Mitsingen. 

 

In einer weiteren Publikumswahl verlor "Uprising" nur knapp gegen "White death" und Joakim wies nochmals darauf hin, dass sie ja versprochen hatten,  einen Song von jedem Album zu spielen und folglich sei der "White death" doch noch drin. 

 

Unter den Nummern der Zugabe befand sich "Primo Victoria", was wohl selten bei einem SABATON Konzert fehlen darf. Joakim holte einen Fan zu sich. Zum Geburtstag sang das Publikum prompt ein nettes Ständchen, so feiern wohl auch nicht viele 10 Jährige. Mit Kopfhörern ausgestattet blieb die kleine Patrizia einen Song lang auf der Bühne, um mit den Musikern zu posen, was ein wirklich herziger Anblick war. Zum Abschluss des Abends gab es noch „Dead Soldier's Waltz“ / „Masters of the World“. 

 

Gesamt gesehen ein Abend der sich gelohnt hat mit guter Stimmung, vielen Leuten, lustigen Ansagen und last not least auch musikalisch einer tollen Leistung. Auf solche Konzerte geht man gerne.

 

Redakteurin: crackthefiresister 

 

Heavy Metal | Metal | 06.02.2015 |Mariam Osman

Zurück

Aktuelle Themen