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NOVA ROCK 2016 - Warm Up Day

Das diesjährige NOVA ROCK Festival hält seinen treuen Fans am Donnerstag ein kleines „Zuckerl“ parat. Die Idee dahinter: Besuchern, welche einen 3-Tagespass besitzen, wird ein zusätzlicher Tag quasi geschenkt. Selbiger könnte vom Line-Up her unterschiedlicher nicht sein. Von experimentellen Klängen á la PUSCIFER bis in den hohen Norden mit AMON AMARTH zu wütendem New Metal aus dem Hause KORN. Ein Fest für Musikliebhaber, und der perfekte Tag um auf drei musikalisch abwechslungsreiche Tage einzustimmen. Apropos abwechslungsreich: Das gilt auch für das Wetter. Bis zum quasi Schluss konnte man keine genaue Voraussage machen, wie sich die Situation vor Ort entwickeln wird. 

Die befürchteten Unwetter blieben aus und bis auf ein bis zwei einzelne Regengüsse blieb man am ersten Abend weitgehend vom Wettergott verschont. Perfekt also für die erstmals österreichischen Boden bespielenden BREAKING BENJAMIN, die mit melodiösen Progressive-Metal eine starke Performance auf der Blue Stage beeindruckten. 

Musikalisch in eine komplett andere Kerbe schlug dagegen die Supergroup PUSCIFER welche experimentellen Rock der Sonderklasse aufs Brett legte. Unterstrichen von einer skurrilen Show überzeugte man die anwesenden Festivalbesucher mit elektronischem Industrial-Rock sowie einer Kunstperformance in Form eines Wrestlingkampfes, in welchen einzelne Parts der Songs eingebaut wurden. Absolut nicht jedermanns Kost, aber ein Fest für Anhänger von TOOL und jene, die Musik gerne abseits der Norm fröhnen.

 

Vom kunstvollen Schaukampf wechselte in den hohen Norden: AMON AMARTH. Eine der wohl erfolgreichsten Melodic Death Metal Bands der Gegenwart ließ sich nicht lumpen und stellte ein beeindruckendes Bühnenbild zur Schau. Neben steinernen Runeninschriften und zwei überdimensionalen Wikinger-Figuren bewegte sich die Band rund um Frontmann Johann Hegg routiniert über die Blue Stage. Songs wie der Opener ‚Purusit Of Vikings‘, ‚Death In Fire‘ , und ‚Runs To My Memory' trafen bei starkem Sound den Nerv der Fans vor der Bühne. Ein leichtes Spiel also für die Schweden die zu keiner Sekunde Langeweile aufkommen ließen.

Musikalisch in komplett anderen Fährwassern zu Hause und schon länger ohne neuen Output unterwegs, starteten als nächste BILLY TALENT ihr Set am NOVA ROCK. Die Band aus den Vereinigten Staaten galt als eines der Highlights des Wochenendes. Mit inzwischen genügend Klassikern im Gepäck hatte man das Publikum schnell auf seiner Seite. Energiegeladen war die Performance allemal, es machte  auch Spaß zuzusehen wie agil sich die Truppe über die Bühne bewegte. Allerdings wäre es schön langsam an der Zeit für neues Material aus dem Hause BILLY TALENT. Auch die größten Klassiker kann man mit der Zeit totspielen, wie man schon am Beispiel anderer Bands gut sehen kann.

 

Klassiker, die auch nach Jahren noch funktioniere,  hat dafür der Headliner des ersten Tages im Gepäck: KORN. Die Combo betritt die komplett in Nebel und blaues Licht eingehüllte Bühne unter dem Intro eines wuchtigen Drumsounds. Man macht keine Gefangenen und feuert mit ‚Right Now‘ die erste Granate in Richtung feierndes Publikum. Von Anfang an musste man mit Soundproblemen auf der Bühne kämpfen. Doch man ließ sich nicht irritieren und setzte mit Song wie ‚Falling Away' from me , ‚Here To Stay‘ und anderen Hits ein starkes Set fort. Jonathan Davis und der Rest der Band nutzten den vollen Raum der Bühne für eine energiegeladene Performance und wusste mit geschickten Einlagen die Fans bei Laune zu halten. Natürlich durften Show-Elemente wie der Dudelsack und verzögerte Songstarts nicht fehlen. 

 

Der inoffiziell erste Tag des NOVA ROCK FESTIVALS hielt den Wetterwidrigkeiten stand und präsentierte ein rundes, gemischtes Line Up. Eine schöne Vorschau auf das, was sich musikalisch am restlichen Wochenende auf den Fields präsentieren wird.

Chris Gütl

 

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Nu Metal | Hard Rock | Nova Rock | Nickelsdorf | 10.06.2016 |

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