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KONTRUST CD-Release Konzert

Den Auftakt zum gestrigen CD-Release Konzert von KONTRUST in der Szene Wien zum neuen Album "Explositive" lieferte die Band NA15 (damals noch NULL.ACHT.15) mit einer Mischung aus hartem Metal und der Wortgewalt des Hip Hop. Die Band rund um die beiden Brüder Stefan und Alex Meller hat bereits über 10 Jahre Bühnenerfahrung und sorgte für den richtigen Einstieg in diesen Abend.

 

An massenhafter Energie mangelte es den Burgenländern bei ihrem Auftritt nicht und die Interaktion mit den Fans wurde sehr groß geschrieben: von Aufrufen zum Bierkonsum, bis hin zu "sportlichen" Aktivitäten wie niederknien und voller Elan auf Kommando wieder in die Höhe springen, war einiges dabei. Neben "Verkaufsgespräch" vom Album "Null.Acht.15", in dem es um die fraglichen Versprechungen auf Seiten der Werbung geht, darf natürlich auch nicht der Song "Text verstehen" fehlen, der sie bei der Puls4 Show "Herz von Österreich" Anfang dieses Jahres in die 2. Runde brachte. Auch wenn manch Übergang zum nächsten Lied nicht ganz so geklappt hat, gab es neben Gitarrensoli und kraftvollen Texten jedenfalls lautstarkes Jubeln auf Seiten des Publikums.

 

Mittlerweile hatte sich der Saal der Szene prall gefüllt und die Besucher konnten es kaum erwarten den Hauptact zu sehn. Nun kamen endlich die heiß ersehnten Mitglieder von KONTRUST auf die Bühne gestürmt und wurden mit tosender Begeisterung begrüßt. Zwischen Dirndl, Lederhose und harter Musik blieb kein Tanzbein ruhig stehen. Seit ebenfalls über 10 Jahren im Showgeschäft wissen sie einfach wie man richtig Stimmung und Party macht. Bassist Gregor Kutschera, der neben den harten Klängen ebenfalls in der Jazz/Blues-Welt zu finden ist mit NORBERT SCHNEIDER & BAND, hatte sogar seine eigene Fangemeinschaft mit an Bord.

 

Mit den neuen Songs des Albums "Explositive" ist KONTRUST der Release ihres Werkes mehr als gut gelungen. Die Stimmung war sozusagen explosiv. Besonders gut angekommen sind "I freak on", "Vienna" und "Shut up", aber auch alle anderen haben sehr guten Zuspruch bekommen. Beispielsweise "Just Propaganda", zu dem es auch ein Musikvideo gibt, hatte die Menge ordentlich eingeheizt. Es handelt von der Problematik ständig mit diversen Medien umgeben zu sein, die uns sagen wollen, was wir denken sollen.

 

 

Selbstverständlich wurden auch ältere Nummern gespielt um die Textsicherheit des Publikums zu testen. Dies gelang auch hervorragend, wie beispielsweise bei "On the Run" oder "Zero", das die Band schon länger nicht mehr live gespielt hatte. Es gab dabei auch gleich ein Noise-Battle zwischen den Geschlechtern, wobei beim Gröhlen die Männer bei weit vorne lagen und beim Gekreische natürlich die Frauen. Bei "U Say What" zeigte die Band der Szene Wien wie man eine Menge teilt, ohne eine Wall of Death auszulösen.

 

Ein weiterer Battle stand an und diesmal zwischen diesen zwei Fronten "What" und "Go", welche mit Schildern auf der Bühne unterstützt wurden. Langweilig wurde einem bei diesem Konzert sicherlich nicht. Nach dem Aufruf "Wir sind jetzt etwa bei der Hälfte des Konzerts, wer gehen möchte, kann gerne gehen" wurde ein Gast, der diesen Ratschlag scheinbar folgen wollte, daraufhin auf die Bühne gebeten um eine Jodel-Einführung zu bekommen. Etwas kläglich, jedoch zur Erheiterung des Publikums, war es ein netter Versuch und er durfte wieder von der Stage treten. Danach kam die ganze Szene dran um ihr Jodel-Können unter Beweis zu stellen, oder zumindest um zu probieren. Beurteilt wurde dieses Spektakel von Seiten der Bühne mit: "Für Wien eigentlich goanet so schlecht". Und wie soll es anders sein war dies die Einleitung zum Song "Sock n Doll", wobei das Publikum auch hier wieder ihre Textsicherheit bewies, ebenso wie beim letzten Song "Hey DJ" bevor KONTRUST wieder von der Bühne traten.

 

Nach einigen "Zugabe"-Rufen nahmen sie schließlich nach ein paar Minuten wieder ihre Instrumente und Mikrofone in die Hand und ließen es mit "The Smash Song", "Dancer in the Sun" und selbstverständlich auch ihrem 2009 Hit "Bomba" noch einmal richtig krachen. Alles in Allem ein würdiger Abschluss.

 

Tanzen, Schwitzen, Party machen - bei so viel Bewegung an diesem Abend, wer braucht da noch ein Fitnessstudio?! Jedenfalls war es wieder einmal Anzeichen genug um zu zeigen, wie viel Potential in der österreichischen Musikszene eigentlich steckt.

http://www.kontrust.info/

http://www.na15.at/

 

Punk Rock | Alternative Rock | Metal | 07.11.2014 |Mariam Osman

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