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Funkenflug 2014 - Neudegg Alm

Ein ganz besonderes Spektakel, deren Magie mich bereits vor drei Jahren gefesselt hat. Seitdem haben dieses Ritual und die musikalische Zelebration jährlich einen festen Platz in meinen Herzen gefunden.

Die Rede ist von der Sommersonnenwende auf der Neudegg Alm. Als Musikfestival kann man diese ganz besondere Veranstaltung nicht bezeichnen, das mittlerweile auf zwei Tage ausgedehnt worden ist. Die Sommersonnenwende ist mehr als ein herkömmliches Festival, das musikalische wird kombiniert mit den heimischen Brauch des Sonnwendfeuers und die idyllische Alm Atmosphäre liefert die Basiszutat für einen ganz eigenen Spirit der in Worten kaum zu fassen ist. Alpine Traditionen treffen auf die Metal Subkultur und verschmelzen zu einer einzigartigen Symbiose.

Die Sommersonnenwende ist auch ein starker Kontrast zu kommerziellen Veranstaltungen die unter den Banner der Tradition an Touristen verkauft wird. Die Intensität der Rituale, die Bands aber auch die Zuseher und natürlich die Speckjaga Veranstalter machen diese Veranstaltungen zu einem ganz besonderen Moment der Besinnung, an der man sich an die alten Gebräche erinnert und für einen kurzen Moment die Rastlosigkeit der heutigen Zeit hinter sich lässt.

Musikalisch hatten die beiden Tage auch einiges zu bieten am Freitag zeigten BÖLZER, das man auch zu zweit und ohne Bass einen dermaßen wuchtigen Sound zustande bringen kann der einen wahrlich umnietet. Die darauffolgenden SOLSTAFIR aus Island konnten die bereits aufgewärmte Meute gleich von Beginn in ihren Bann ziehen. Die Songs vom aktuellen Album „Svartir Sandar“ und älteren Scheiben versprühten ihre Magie. Der einzige Wehmutstropfen war das SOLSTAFIR am Freitag spielten und das Sonnwendfeuer erst am Samstag entzündet worden ist. Die Nummer „Ritual Of Fire“ hätte perfekt zur Krönung des Auftrittes gepasst mit gleichzeitigen endzünden des Holzstoßes.

Auch der Samstag hatte musikalisch einiges zu bieten. HEXVESSEL zelebrierten ein zweistündiges Set und verzauberten die Anwesenden vor der Bühne und am Hang. Der psychedelisch angehauchte Folk Rock von HEXVESSEL, in dem englische und finnische Natur Mystik vermischt werden, verschmolz mit der Alm Ambiente. Die darauffolgenden NIDINGR stellten das Schwarz metallische Publikum zufrieden, persönlich konnte ich damit weniger anfangen, immer noch beeindruckt von der zuvor vorgetragenen Zelebration machte mir dieser Umstand wenig aus. Zwischen NIDINGR und der darauf folgenden AMENRA wurde ein kleines Ritual abgelegt oben am Holzstoß. Die Lammertaler Weisenbläser und die Annaberger Alphornbläser lieferten sich ein Duett und entbrannten damit die Vorfreude auf das Feuer, mit denen viele danach gerechnet hatten. Allerdings mussten sich die Besucher noch ein wenig gedulden vor dem entzünden legten noch einmal AMENRA los. Die trotzihrer doomig angehauchten Songs immer wieder wahre Gewaltausbrüche hinlegten.

Nach Amenra bewegte sich die gesamte geschlossene Veranstaltung von etwa 350 Personen den Hang hinauf zum Holzstoß. Die Momente des Entzündens und die Energie des Feuers brannten sich in die Seele ein. Zwei Tage die man so schnell nicht mehr vergisst.

Freitag (20.Juni 2014)

Solstafir

Bölzer

Ark Tau Eos

Winternaht

The Äth

Samstag (21. Juni 2014)

Amenra

Hexvessel

Nidingr

Halo Manash

Drug of Choice

Lammertaler Weisenbläser

Annaberger Alphornbläser

Black Metal | Psychedelic Rock | Folk Rock | 20.06.2014 |

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