Live Reports

Headerbild

DEVIN TOWNSEND PROJECT - Arena Wien

Gleich zu Beginn heizten SHINING letzten Mittwoch das Publikum mit energetischen Riffs ein und bereiteten sie damit auf das vor was noch kommen sollte. Die Arena Wien war von Anfang an voll und so waren auch die Erwartungen an den Support aus Norwegen hoch. Besonders mit ihren etwas ungewöhnlichen Jazz-Metal-Einlagen, wie beispielsweise bei „Healter Skelter“, punkteten sie bei den Fans.

 

Mit der nächsten Progressive Metalband PERIPHERY wurde das Tempo weiter gesteigert. Die zunächst eher unmotiviert wirkenden Zuhörer wärmten ihre Genickmuskeln unter Beschallung von Hardcore Elementen auf und sorgten so für eine explosive Stimmung. Mit gemischten Titeln aus dem kürzlich veröffentlichten Doppelalbum „Juggernaut: Alpha“ und „Juggernaut: Omega“ schafften es PERIPHERY die Menge für sich zu gewinnen. Technische Mängel, welche die Stimme des Sängers Spencer Sotelo etwas in den Hintergund geraten ließen, wurden vom Publikum gekonnt ignoriert und tat der Stimmung keinen Abbruch.

 

Mit dem 80iger Klassiker “Truth” eröffnete DEVIN TOWNSEND PROJECT (DTP) seine Bühnenshow und lies die Herzen der Fans schneller schlagen. Gleich mit den ersten Songs legten sie die Messlatte ein ganzes Stück höher an und zeigten einmal mehr, weshalb sie zu den Großen gehören. Unterhaltung wird bei DTP wie immer groß geschrieben und so überraschte es auch nicht das die Show mit Videos inklusive DTP Maskottchen Ziltoid begleitet wurde.

 

Songs wie „Namaste“ aus dem Album „Physicist“ bauten ordentlich Druck auf und erhöhten den Testosteronspiegel des Publikums beträchtlich. Musikalische Abwechslung à la DEVIN war Programm und so durften auch alteingesessene Fans auf ihre Kosten kommen. Das übliche Song-Setup wurde über Bord geworfen und durch eine bunte Ansammlung von Songs quer durch alte und neue Alben ersetzt. Im mittleren Teil dieses Spektakels wurden auch neue Lieder, welche von dem erst 2014 veröffentlichten Doppelalbum „Z²“ (Sky Blue & Dark Matters) stammen zum Besten gegeben. So gesehen strafte der gebürtige Kanadier mit seiner Aussage zu Beginn „Nothing but old stuff“ lügen, trug aber damit zur Erheiterung des Publikums bei. Das verwirrende und zum Teil obszöne Bemerkungen seitens DEVIN zur Bühnenperformance gehören ist bei den Fans allseits bekannt, und so überrascht auch nicht sein Kommentar „That's a shitty riff“. Wobei man darüber spekulieren könnte, ob dieser Kommentar mit der eher mäßigen technischen Umsetzung der Akustik zu tun hatte.

 

Die üblichen „Zugabe“ Zurufe zum Ende der Show waren nicht nötig da DEVIN entschied es wäre unnötig für eine Minute von der Bühne zu gehen anstatt gleich weiterzuspielen. Und so wurde die musikalische Achterbahn mit „Ih-Ah“ unterbrochen, bei dem DEVIN zur Akustikgitarre griff und damit für eine emotionsgeladenen Stille in der Arena sorgte. Mit „Kingdom“ als Abschlusslied fand man auch ein würdiges Ende dieses Abends. Zusammenfassend betrachtend hat DEVIN TOWNSEND PROJECT wieder einmal eine Menge positiv geladenen Gefühle in den Metalherzen der Fans hinterlassen, in einem Wort ausgedrückt: Saugeil!

 

Gastredakteur: Mark Gemmecke

Heavy Metal | Metal | Arena Wien | 15.03.2015 |Mariam Osman

Zurück

Aktuelle Themen