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BLIND GUARDIAN - Gasometer Wien

Trotz des Eurovision Sound Contests, oder eben deshalb, war das Gasometers gut besucht. Sichtlich erfreut darüber das sich die (Glory)-Metal Szene von diesem musikalischen Ereignis nicht beeindrucken lässt, eröffnete DRAGONY mit ihrem Debüalbum "Legends" den Abend. Fans müssen sich noch etwas gedulden, der Release-Termin für ihr neues Album ist für Herbst 2015 festgelegt. Damit hätte die junge Band bereits ihr zweites Album in Petto, keine schlechte Leistung wenn man bedenkt, dass die Bandmitglieder gerade mal so alt sind wie ihr großer Bruder BLIND GUARDIAN.

 

Ob jung- oder alteingesessen, die Jungs sorgten für eine ausgelassene Stimmung. Die Arme flogen und spätestens mit ihrem neuen Song "Wolves of the North", in Anlehnung an Game of Thrones, gewannen sie die Fan(tasy)-Herzen des Publikums. Zur besonderen Erheiterung sorgte deshalb die Frage ob Rollenspieler anwesend wären, Genreliebhaber werden sich an dieser Stelle wohl ein Grinsen nicht verkneifen können. Die für eine Support-Band nicht immer üblichen "Zugabe"-Rufe sprechen für sich und so verabschiedeten sich DRAGONY unter lautem Jubel.

 

Nicht weniger als einen epischen Start wurde von BLIND GUARDIAN erwartet und mit "The Ninth Wave", dem ersten Lied ihres neuen Albums "Beyond the Red Mirror", wurden diese Erwartungen auch erfüllt. Einstimmig wurde die Band mit "Hansi"-Rufen begrüßt. Laut Hansi Kürsch kommen diese Rufe normalerweise erst später während der Show, Wien ist nun mal anders. Eine grandiose Stimmung machte sich in der Halle breit, welche noch weiter durch den Publikumswunsch "Banish from Sanctuary" angeheizt wurde. Neben dem Album-Release am Anfang des Jahres gibt es noch einen weiteren Anlass zur Freude, mit etwas Glück wird der Auftritt am 23.05.2015 im Gasometer in Form eines Live-Albums verewigt.

 

Ein bunt durchgewürfelter Mix aus bekannten Klassikern wie "Nightfall", "Fly", "Traveler in Time" und neuen Songs, passend zur Album-Tour, füllten die Setlist. BLIND GUARDIAN ist bekannt dafür in ihren Liedern die epischen Sagen aus Mittelerde zu überliefern. So überrascht es nicht, dass auch ihr neues Album sich in diese Tradition einreiht. Fans dürfte es erfreuen, dass "Beyond the Red Mirror" an die Geschichte von "Imaginations from the Other Side" anknüpft. Wenig überraschend ist die Fortsetzung zwischen Science Fiction und Fantasy angesiedelt. Mit diesem Werk zeigen die Deutschen Power-Metaller wiedermal, weshalb sie als die großen Geschichtenerzähler der Metal-Szene berühmt sind. Vermutlich ist es auch kein Zufall, dass der Hauptakt mit "Imaginations from the Other Side", begleitet von Gesang aus hunderten Kehlen, geschlossen wurde.

 

Wer nun glaubt, das kann noch nicht alles gewesen sein, liegt richtig. Bei der obligatorischen Zugabe präsentierten sie "Into the Storm", "Twilight of the Gods" und als besonderes Schmankerl ihre wohl bekannteste Geschichte aus dem Norden "Valhalla". Abwechselnde Gesänge und fliegende Haare sollten das Ende bestimmen. Ganz so leicht ließen sich die Fans aber nicht nach Hause schicken, eine weitere Zugabe wurde verlangt. Letztendlich lies sich Hansi erweichen und so wurde der Abend mit "The Bard's Song" und "Mirror Mirror" gekrönt.

 

Fazit: BLIND GUARDIAN halten was sie versprechen! Eine Top-Performance der ganzen Band und dazu eine perfekt abgestimmte Akustik. Die Deutschen haben gezeigt wie es geht. 

 

Blind Guardian / Facebook

Support: Dragony / Facebook

 

Gast-Redakteur: Mark Gemmecke

Fotos: Mariam Osman

Metal | Planet.tt Gasometer | 23.05.2015 |Mariam Osman

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