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POEM, TEXTURES, AMORPHIS 2016

Nachdem Supportauftritt am 8.12.2015 für NIGHTWISH in der Wiener Stadthalle, zeigten uns AMORPHIS erneut, dass die Finnen es locker auch als Hauptakt schaffen, die Menge zu begeistern. Haare flogen wild durch die Luft, Köpfe wurden geschüttelt und über den Köpfen wurden die Pommesgabeln im schnellen Takt bewegt.

  

Schon bei den zwei Vorbands war zu erkennen, dass die Szene gut besucht war. Der erste Auftritt gehörte „POEM“ aus Griechenland. Die in Österreich weniger bekannte Band schaffte es mit ihrem Mix aus progressive- und alternative Rock zu begeistern. Das Publikum machte gut mit nur das Bühnenlicht war ein wenig schlecht gewählt. Zum Leidwesen einiger Fotografen. Das hielt aber die Band nicht auf, ihr volles Potential zu zeigen. Die Band powerte sich voll aus und nach knapp dreißig Minuten verließ POEM wieder die Bühne, hinterließ ein zufriedenes Publikum das aufgewärmt und in großer Erwartung auf mehr war.

  

TEXTURES übernahm dann den roten Faden und fing da an, wo POEM aufgehört hat. Die selbsternannte „Polyrhythmic Metal Madness“ Band legte zum Auftakt mit dem Song „Drive“ los. Daniel de Jongh’s Stimme blieb im Gehör der Besucher hängen und sorgte für die erwartete musikalische sowie Stimmungssteigerung. Mit dem Album „Phenotype“ im Gepäck, das mit drei Songs besungen wurde, machten die Niederländer, die 2003 als die beste Metalband aus Holland bezeichnet wurde, sich auch in Österreich eine Menge Fans.

Nach knapp einer Stunde Spielzeit und acht Songs, die die Band zum Besten gab, verabschiedeten sich die Niederländer und der Umbau für AMORPHIS began.

  

Um 22:10 ging das Saallicht aus, die Bühne wurde in rotem Licht getaucht und AMORPHIS betrat die Bühne. Die Finnen legten mit dem Titelsong ihrer neuen Platte los, „Under the red cloud“. Nach diesem Song merkte man, dass Tomi Joutsen nicht nur sein einzigartiges Mikrofon in der Hand hatte, sondern auch die komplette Szene. Die gutgewählte Setlist brachte jeden Metalhead und jedes Metalgirl auf ihre Kosten. „Drowned Maid“, von dem Album “Tales from the Thousand Lakes” aus dem Jahr 1994 nahm in der Setlist den Platz des Oldies ein und vermischte sich in einen musikalischen Mix aus Death-Metal, orientalischen Sounds, wie auch Rock-Klängen die den einzigartigen Sound von AMORPHIS ausmachen. Als dann das erste Gitarrenriff von „The Sky is mine“ angespielt wurde, war die Stimmung am Überkochen. Esa Holopainen und Tomi Koivusaari holten alles aus ihren Gitarren raus, während Jan „Snoopy“ Rechberger die Drums mit harten Schlägen bearbeitete. Mit sechs von Zehn Liedern, stellte AMORPHIS ihr neues Album vor und vergas dabei nicht auf den Stamm ihrer Fans. Das Konzert beinhaltete Songs aus sieben ihrer bis jetzt zwölf Studioalben.

 

„Death of a King“, sowie “Silver Bride” und der Fan-Favorite “The Smoke” beendeten dann einen perfekten Konzertabend.

 

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Gastredakteur: Sebastian Kosch

Metal | 09.04.2016 |Mariam Osman

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