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WHITE MILES - Von Moment zu Moment!


Vor den tragischen Ereignissen im Club Bataclan in Paris waren die WHITE MILES schon in aller Munde. Starke Shows, energiegeladene Performances und ein fetter Sound sind nur drei der Komponenten die dazu beitrugen, sich national wie international einen festen Ruf zu machen. Die Band, welche unermüdlich auf Tournee ist und sich schon die Bühne mit Acts wie EAGLES OF DEATH METAL oder THE ANSWER teilte, veröffentlichte Anfang April ihr neues Album „The Duel“ in den Plattenläden dieser Welt. Grund genug für uns, um beim Duo durchzuläuten, um mehr über das neue Werk zu erfahren.


Während unseres Interviews befindet sich die Band wieder auf Tournee mit EAGLES OF DEATH METAL und meldet sich aus der Olympia Musikhalle in Paris.
Es ist ein eigenartiges Gefühl wieder zurück zu sein, aber es muss weitergehen und man sollte nach vorne schauen“, eröffnet Gitarristin und Sängerin Medina das Interview. Was durchaus verständlich ist nach all dem medialen Rummel um die Terroranschläge von Paris. „Wir haben viel darüber gesprochen, sind unzählige Male Interviewt worden. Irgendwann möchte man nicht mehr darüber sprechen. Es ist alles gesagt worden was es zu sagen gibt.“ so die Sängerin nochmalig darüber.

Gemeinsam nach vorne.

Doch Paris soll auch nicht das Hauptthema des Interviews sein. Vielmehr das neue Werk mit dem klingenden Titel „The Duel“. Aufgenommen zusammen mit Produzent Micko Larkin in Liechtenstein, waren die Arbeiten zum neuen Album etwas Besonderes für die Band. „Wir nahmen das ganze Album Analog auf!“ so Schlagzeuger Lofi, „dazu standen wir in einem großen Raum und spielten alle Songs gemeinsam ein! Das war eine besondere Erfahrung für uns und sehr spannend. Alleine auch aus dem Aspekt, dass wir mit lauter neuen Leuten zusammenarbeiteten. Wir waren zu dieser Zeit komplett im Livespielen drinnen. Wir sind direkt zu den Aufnahmen von einer mehrwöchigen Tournee mit The Answer (Irland) zurück gekommen. Das wirkte sich positiv auf den Aufnahmeprozess aus. Gleich danach sind wir wieder auf Tournee mit John Garcia (Ex-Kyuss)“.
Medina ergänzt. „Die Aufnahmen waren im Grunde genommen ziemlich locker. Wenn du schon live aufnimmst und es schleicht sich ein kleiner Fehler ein, dann ist das nun mal so. Früher war es ja nicht anders. Das nahm viel Druck von uns weg, da nicht alles perfekt passen musste. Es war mehr nach dem Motto: ,Spiel das raus was du gerade in diese Moment spürst!‘, wie auf der Bühne fühlte es sich an. Das war schon großartig.“ Die Songs selbst wurden schon im Vorfeld arrangiert und ausgearbeitet, damit sie für das Studio gut sitzen. Das ersparte der Band viel Zeit und man musste nur da und dort so manche Kleinigkeiten nachschleifen.

Auch interessant zu erfahren: Wo die Band die wesentlichen Unterschiede zwischen neuem Album und dem Debütwerk sieht. „Ja da gibt es definitiv Unterschiede! Alleine die Tatsache, dass wir das ganze Album live und ohne klick eingespielt haben ist schon eine große Neuerung. Auch dass sich die Songs während den Liveshows vor den Aufnahmen noch geändert haben ist was Neues. Bei unserem ersten Album waren die einzelnen Stücke schon fertig geschrieben. Auch dass wir bei den Aufnahmen selbst nochmalig etwas umgebaut haben hat uns extrem nach vorne gebracht. Wir wollten einfach fest halten was rauskommt!“ so die beiden darüber.


WHITE MILES - Crazy Horse (OFFICIAL VIDEO)

 

Dirty Pole-Dance Stoner Blues Rock

Der Sound von WHITE MILES ist nicht gerade einfach zu beschreiben. Aber genau das macht das Duo wieder interessant mehr durchzuhören. Gerade das neue Album steckt voller Überraschungen. Das gilt auch für die Bühne. Keine Show der beiden gleicht der anderen. Medina darüber. „Wir haben schon eine Struktur in unseren Songs, aber auch Jam-Parts, und die fallen bei fast jeder Show anders aus. Es ist kein strikter Ablauf, es passiert einfach, was jedes Mal eine sehr interessante Erfahrung für uns ist.“ Man kann sagen, dass man WHITE MILES pur erlebt, ohne große Dramatik oder Schauspielerei. Drummer Lofi fügt noch an. „Wir möchten den Leuten einfach diesen Moment geben, damit was hängen bleibt. Es geht uns um eine gute Zeit zusammen mit unserem Publikum.

Die Band ist ziemlich gefragt in Sachen Livekonzerten. Da stellt sich die unweigerliche Frage was man dann bevorzugt? Den direkten Kontakt zum Publikum oder doch die Größe und Weite einer fetten Stage? Die Mischung macht es wohl aus: „Es ist nicht so intim für uns auf großen Bühnen zu zweit zu spielen. Kleinere Bühnen haben schon mehr Reiz weil man ja quasi mitten drinnen ist und die Leute einfacher abholen kann. Das Ganze hat dann schon einen eigenen Flow, was wir beide extrem gern mögen. Auf großen Bühnen ist wiederum total cool, dass man auf großen Bühnen einen viel fetteren Sound hat. Es wird einfach alles so fett aufgebaut, die ganzen Monitore und alles. Das ist für uns auch cool, besonders wenn du nur zu zweit bist und dann einen starken, lauten Sound rausjagen kannst. Im Normalfall stehen dann auch noch genügend Leute vor der Bühne. Wir mögen beides gerne, alleine aus dem Grund weil alles seine Vor- und Nachteile hat.“

 

WHITE MILES - Fake Smile (OFFICIAL VIDEO)



Bischt a Tiroler
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Was uns zur österreichischen Musikwelt kommen lässt, genauer gesagt ins schöne Tirol, der Heimat von WHITE MILES. Momentan scheint es so, dass eine spitzen Rockband nach der anderen aus der westlichen Gegend Österreichs kommt. Angefangen von Mothers Cake zu Garage Days bis über Midriff gibt es einige erwähnenswerte Combos aus dieser Ecke. Tirol und Rockmusik, eine ungewöhnliche Symbiose möchte man meinen. „Es ist einfach cool, die Rockszene in Tirol ist ja nicht gerade neu. Es war zwar schon immer schwierig rauszukommen, aber momentan ist eine gute Zeit für österreichische Bands, davon profitiert die Tiroler Szene sehr. Wir selbst gehen wahnsinnig gerne auf Konzerte und lernen immer neue Leute und Bands kennen. Auch von den Locations gibt es einige, die den Fans tolle Konzerterlebnisse und Möglichkeiten eröffnen“, so Medina.

 

Das Interview biegt in die Zielgerade, steltl sich noch die Frage was man sich vom neuen Album selbst erwartet.
Unsere Erwartung an das neue Album ist, dass die neue Platte auch bei den Leuten ankommt und nochmal so viele Leute erreicht!“ so Lofi darüber. „Wir erhoffen uns auch viel hilfreiches Feedback auf den Konzerten von jenen, die sich unsere Shows ansehen. Schlussendlich auch dass die Platte gefällt und gerne gehört wird.“ Medina dazu: „Ein wesentlicher Unterschied ist auch, dass diesmal das Album über ein Label erscheint, was für uns auch Neuland ist. Wir sind sehr neugierig und gespannt wie das Album dann die Runde macht. Für mich ist eine Erwartung aber auch, von Moment zu Moment leben wenn man so möchte. Wie Musik einfach.

 
Für aktuelle Tourdaten der WHITE MILES klickt am besten HIER

Christoph Gütl


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