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BOOZEHOUNDS OF HELL - Bier Geschichten

Bier, Weib, Rock´n Roll


Wein, Weib und Gesang sind Worte, die mit der großen weiten Welt der Musik unstillbar verbunden sind. Wenn wir hier anstatt des Weines das Wort "Bier" einsetzen, dann kommen wir der Band BOOZEHOUNDS OF HELL schon etwas näher. Wir baten die trinkfeste Partie, stammend aus Wien, zum ausführlichen Gespräch.

 

Das neue Album "Right To Be Drunk" ist im Laufe des Jahres 2014 in den Plattenläden dieser Welt erschienen. Roh, ohne großartige Lückenfüller kommt das Album als purer Schuss Österreichischen Rock´n Rolls um die Ecke. Entstanden ist das Album allerdings außerhalb der Alpenrepublik. „Entstanden ist der Silberling im Jänner / Februar 2014 bei Martin Frank in Passau, dieser hat schon unsere EP „Anti-Sober“ aufgenommen und weiß genau wie wir klingen sollen. Außerdem hat er kein Problem mit Biergenuss im Studio“ eröffnet Sänger Alexander Booze das Interview. Durch gute Vorbereitung war das Album relativ schnell eingespielt, was auch hörbar ist. Die Stimme meines Interview-Partners unterstreicht gut den groovigen und authentischen Sound von BOOZEHOUNDS OF HELL und macht Lust das Ganze live zu erleben. Dass das schon auf CD so wirkt, liegt möglicherweise auch an der Tatsache, dass die Band sehr traditionell im Proberaum zu Werke geht. „Alle unsere Songs entstehen im Proberaum. Meistens kommt einer der Gitarristen mit 1-2 Riffs daher und dann wird gemeinsam am Song gebastelt. Das kann manchmal sehr schnell gehen, manchmal dauert es aber mehrere Monate und Anläufe bis es richtig hinhaut. Wichtig ist uns einerseits, dass der Song in sich stimmig ist, aber dass auch spontane Ideen Platz haben.“ 

 

Lost in Kopenhagen

 

Spontanität bringt meist die großartigen Songs zu Tage. Aber was wären selbige ohne meist großartige Texte dahinter? Das bei den BOOZEHOUNDS OF HELL das Thema „Trinken“ im Vordergrund steht, ist jetzt nicht großartig verwunderlich anhand des Bandnamens. Bei Songs wie ‚I Lost My Brain In Kopenhagen‘ stellt sich die Frage ob da ein gewisser Kern Wahrheit dahintersteckt. „Viele Texte haben einen wahren Kern, werden jedoch im Sinne des Songs wieitergesponnen. Wieder andere sind ganz spontan und ohne groß nachzudenken im Proberaum entstanden. ‚Kopenhagen‘ beruht tatsächlich auf einer wahren Begebenheit, die kaum mehr ausgeschmückt werden musste.“ und weiter erzählt der sympathische Sänger zu anderen Themen auf dem Album. „Der zentrale Punkt bei uns ist das Thema Freiheit, frei nach dem Motto: „Scheiß drauf, wir machen was wir wollen!“ Mit allen guten und den vielen schlechten Seiten, die das beinhaltet. Viele sehen nur die Liedertitel und denken, in allen Songs geht´s nur ums Party machen. Das trifft teilweise auch zu, aber auch die leichtesten und heitersten Songs haben eine dunklere Seite in den Texten. Es liegt am Hörer selbst ob er sich dafür interessiert, denn es ist nicht offensichtlich. Der Spaß steht im Vordergrund, sollte jemand mehr Interesse haben. Die Texte sind im Booklet abgedruckt.“ Was uns auch zum Artwork des Albums kommen lässt, das ziemlich Old School und passend zum Album ist, und Neugier weckt, wer da wohl dahintersteckt. „Die Idee von Cover und Booklets war von uns, gemalt hat es der Hansi. Der ist u.a. für alles Visuelle am Sauzipf Rocks Festival zuständig und macht dort einen hervorragenden Job. Hansi ist des Weiteren noch Tätowierer und als solcher auch für unsere Anti - Sober Tattoos zuständig.

 

Boozehounds Of Hell - I Lost My Brain In Copenhagen

 

Die Sache mit Wien.

 

Eine meiner Standardfragen in Interviews ist die berühmte, was die verschiedenen Bands, Musiker und Künstler über die Wiener Szene denken. Die BOOZEHOUNDS OF HELL sind wie weiter oben erwähnt in Wien zuhause welches ein Fixpunkt für jeden Künstler auf der kleinen Musiklandkarte Namens Österreich ist. Mr. Booze über die Landeshauptstadt: „Wir selbst proben in der Arena Wien und zwei von uns arbeiten auch dort, das hilft enorm bei den Kontakten mit Veranstaltern und Fans! Es tut sich schon einiges in Wien, allerdings schon wieder so viel, dass man sich gar nicht alles anschauen kann, wenn man dazu auch noch einen Vollzeitjob hat. Natürlich schade, wenn mehrere Konzerte auf einen Tag fallen, aber das ist mittlerweile unvermeidlich.“ 2014 ist wohl eines der Jahre die als „Aufbruchsjahre“ in die Ö-Musikgeschichte eingehen werden oder auch nicht. Vieles fällt und steigt mit den Ö-Medien, ob professionell oder amateurhaft, eine Meinung ist schnell geschaffen und verbreitet.  Es liegt in jedem Falle im Auge des Betrachters. Interessant ist Österreich aus der Sicht der BOOZEHOUNDS zu sehen. „Auf die Mainstream-Medien darf man sich als Band wie wir sowieso nicht verlassen. Ob man es wahr haben will oder nicht: Rock ´n Roll wird nie mehr so groß wie es einmal war. Wir versuchen einfach, guten Kontakt zu Bands zu halten, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam viel live zu spielen. Wir werden unseren Sound auch sicher nicht weich waschen um womöglich doch mal irgendwie massentauglich zu werden!“ bringt es Mr. Booze auf den Punkt.

 

Das Interview biegt in die Zielgerade, was tut sich somit noch im Jahre 2015? „Live spielen, Live spielen, Live spielen! Nächstes Jahr versuchen wir einiges nachzuholen, da es in Österreich noch einige weiße Flecken auf der Landkarte gibt, wo unser Booze Rock noch nicht live erschallt ist. Und das ist sehr schade, da ich uns vorrangig für eine Liveband halte. Fürs benachbarte Ausland sind auch einige Dinge in Planung, davon ist aber noch nichts spruchreif.
Weiterhin schreiben wir schon an neuen Songs fürs nächste Album, das wird aber noch einige Zeit auf sich warten lassen.

 

Und die letzten Worte wären?:


"Danke Chris für‘s Interview!

Leute: Kommt zu unseren Shows, trinkt fleißig mit und genießt die Musik auch live zu erleben! Wenn es euch gefällt, kauft unser Album und ein Shirt. Irgendwie muss der ganze Alkohol auch finanziert werden. 

Stay Anti Sober!"

 

Gütl Chris

BOOZEHOUNDS OF HELL

Rock´n Roll | Hard Rock | Chris Gütl | |

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