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GLARE OF THE SUN - "Soil"

Der Jänner 2017 schlägt, als einer der kältesten Monate seit Jahrzehnten zu buche, wie passend das GLARE OF THE SUN am Ende des selbigen ihr Debütalbum mit dem Titel „Soil“ veröffentlicht. Anhand der aktuellen Temperaturen könnte man das erste Werk der deutsch / österreichischen Formation besser nicht beschreiben. Aufgenommen bei Martin Schirenc (Pungent Stench) in den Vato Loco Studios und gemastert von Dan Swanö (Edge Of Sanity) in Schweden, präsentiert uns das Quintett ein starkes Album mit Tiefgang das überrascht. 

 

Im Promotext, versucht man den Stil der Band mit einigen Genres einzugrenzen. Etwas das bei so einer Art von Musik nicht funktionieren kann. Der Sound von GLARE OF THE SUN lebt von einer gewissen Art der Melodie, verbunden mit Schwerfälligkeit. Harte Gitarrenparts treffen auf beruhigende Akustik Passagen. Instrumentalstücke wie „Extinction“ überzeugen musikalisch gekonnt, genauso wie die restlichen Stücke wo Sänger Christoph Stopper mit seiner vielseitigen Stimme eine Note daruntersetzt. Man baut eine Soundwelle auf, die sich immer größer wird, über dem Hörer bricht und ihn mit voller Wucht mitreißt.Und trotzdem wird man vom Sound nicht erschlagen, sonder abgeholt und auf eine musikalische Reise mitgenommen. Wohin diese Reise führt, muss man allerdings selbst entscheiden. Lässt man sich von der klirrenden Kälte der schweren Gitarrenriffs mitreißen, oder sucht man doch seine Wärme in den akustischen / melodiösen Parts des Albums?

Freunde von langen Musikstücken mit abwechslungsreichen Parts werden ihre helle Freude an „Soil“ haben, schlägt doch jeder Song mit mind. 5 Minuten zu buche. Man überlässt beim Debüt nichts dem Zufall. Angefangen vom Arrangement der einzelnen Songs bis zum geschickten Tracking, liefert GLARE OF THE SUN ein atmosphärisch rundes Album ab. Es bleibt nur mehr die Frage im Raum stehen wie das Material live funktioniert, aber bei dem Erfahrungsschatz, den die Musiker mitbringen, welche aus Bands wie Collapse 7, Zombie inc oder Ghouls Come Knockin`stammen, sollte auch dies kein großes Problem darstellen.

 
(Gütl Chris)


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