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AGAINST OUR BURIAL - "Time - Lapse"

 

Als vor über zehn Jahren die ersten Ausläufer des Metalcore und Deathcore auch Österreich erreichten, sprachen viele von einer Zeiterscheinung die bald wieder verschwinden würde. So mancher konnte nicht damit leben das die Cap-tragenden Kurzhaarigen auf weiter Strecke so manche altehrwürdige Metal Combo in die Tasche stecken konnten. Inzwischen sind beide Musikrichtungen fester Bestandteil jedes Festivals und Core inzwischen weitgehend in der Metalszene akzeptiert. Bands veröffentlichen Jahr für Jahr starke Alben, die entweder das Zeug zum Wiederholungstäter haben oder ein Fall für das verstaubte CD Regal nach einmaligem Anhören werden.

 

Bei den Herrschaften von AGAINST OUR BURIAL gilt definitiv ersteres. Mit Time - Lapselegen die Westösterreicher ein Album vor, das sich gewaschen hat. Produktion, Sound, Songwiriting beeindrucken auf weiter Strecke. Nach dem etwas klischeehaften Opener Chronosgeht man sogleich mit dem Song The Days To Comein die Vollen um im selbigen Fahrwasser weiter zu wüten. Anchors In The Deepoder der Titeltrack Time - Lapsezeigen welches Potential in den Jungs steckt. Metalcore? Deathcore? Whatever, der Sound ist heftig, deftig und lässt bei Freunden der härteren Gangart fast keine Wünsche offen. Die Produktion selbst beeindruckt mit einem sehr professionellen Sound, der alle Instrumente inkl. die abwechslungsreiche Stimme von David Fallmann zur Geltung kommen lässt. Auch instrumental gesehen haben AGAINST OUR BURIAL ihre Hausaufgaben gemacht und brauchen nicht den Vergleich mit großen Bands scheuen. Im Gegenteil, mir fallen da genügend andere Acts ein – auch aus Österreich – die sich hier dankend eine Scheibe abschneiden könnten. 

 

Hola die Waldfee, AGAINST OUR BURIAL haben mit Time - Lapseein Core Album der Extra-Klasse vorgelegt, das auf weiter Strecke locker mit großen amerikanischen Brüdern mithalten kann. „Knee deep“ in die Fresse geht das Album in die Ohren und läuft nicht Gefahr zu einem Glückstreffer zu werden. Im Gegenteil, ich denke hier hat jemand den Grundstein für eine sehr interessante Karriere gelegt, die aber auch nur dann glückt wenn man auf stetige Entwicklung setzt und sich nicht auf den frischen Lorbeeren ausruht. Danke auch für das Erfüllen des Hauptklischees, dass Core Bands immer drei Wörter im Bandnamen haben. Dass die Jungs etwas gegen ihr eigenes Begräbnis haben ist gut hörbar, weiter so! 

 

Gütl Chris

 

 

Video "Bring Them To Fall"

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